Onlinepoker – Im Visier des FBI

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Onlinepoker - Im Visier des FBI
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In Deutschland ist das Online-Pokern erst seit ungefähr einem Jahr in Mode, nicht zuletzt dank Prominenten wie zum Beispiel Boris Becker, die in Fernsehspots für diverse Pokerplattformen werben oder Events wie Stefan Raabs monatlicher „TV Total Poker Nacht“, zu der sich auch jeweils ein Online-Kandidat kostenlos qualifizieren kann.

In den USA ist Pokern per Internet mittlerweile ein weit verbreiteter Freizeitsport, der aber anscheinend zumindest im Onlinebereich durch die Unlawful Gambling Enforcement Act seit 2006 gegen das dort bestehende Glückspielgesetz verstößt.

Daher hat das FBI am Freitag dem 15.04.2011 in einer großangelegten Aktion alle großen US-Pokerportale wie fulltiltpoker.com, pokerstars.com, ultimatebet.com und absolutpoker.com geschlossen, beziehungsweise deren US-Websites gesperrt und diverse Bankkonten der Portalbetreiber eingefroren.

Pokerspieler, die innerhalb der USA ansässig sind, können seither weder die .com-Webseiten Ihres Portals aufrufen, noch wie bisher auf den Portalen um Echtgeld spielen. Die Pokerportale haben US-Spieler nach den Vorkommnissen des „schwarzen Freitags“ sogar zum Teil komplett von Ihren Plattformen ausgeschlossen. Ob die betroffenen Spieler Ihre bis dato dort angehäuften Gewinne, die sich laut User-Foren zumeist im vierstelligen Bereich bewegen, ausgezahlt bekommen ist noch fraglich, da auf Grund der Beschlagnahmung der Konten von Seiten des FBI US-Spieler keine Auszahlungen mehr vornehmen können.

Auch bei den europäischen Spielern herrscht eine allgemeine Unsicherheit. Sind die bisher erspielten Gewinne sicher…lohnt es sich noch weiterzuspielen…wird das Online-Pokern noch wie bisher weiterbestehen?

Fakt ist, dass in den USA mittlerweile gegen 11 verschiedene Manager eine Anklage wegen Geldwäscherei, illegalem Glücksspiel und Betrug eingeleitet wurde.

Online-Poker verstößt in den USA gegen das Gesetz. Die großen Pokeranbieter haben laut Onlineberichten das Gesetz umgangen, indem Sie falsche Tatsachen vorgegaukelt haben (Gewinne wurden nicht als Gewinne, sondern als Verkäufe in erfundenen Onlineshops verbucht) oder aber im Zusammenschluss kleine Banken komplett aufgekauft haben. Ca. 75 Bankkonten in den USA wurden eingefroren, darunter auch Accounts bei Partnerunternehmen wie Moneybooker etc.

Die .com Webseiten von 5 Plattformen wurden gesperrt und sind nicht mehr erreichbar. Stattdessen erscheint dort seit Freitag dem 15.04. eine Warnmeldung des FBI.

Durch den großflächigen Ausschluss der in den USA ansässigen Spieler verlieren die großen Poker-Plattformen mittlerweile bis zu 37% Ihrer Mitglieder, sowie das User-Vertrauen weltweit.

Auch wenn bisher nur die USA betroffen sind herrscht auch in Europa eine große Unsicherheit. Die Spieler dort zahlen weniger ein als bisher, da nach den bisherigen Vorkommnissen keiner für die sichere Auszahlung der Gewinne garantieren kann, trotzdem die Plattformen wie Pokerstars und FullTilt per Email versuchen Ihre europäischen Mitglieder zu beruhigen.

Haben alle großen Plattformen bisher mit den Erfolgen und dem Bekanntheitsgrad der berühmten US-Profis, wie z.B. Phil Ivey und Tom Dwann geworben, wird durch die aktuellen Entwicklungen ein Ruck durch die Pokergemeinde gehen, da die Portale insgesamt an Glaubwürdigkeit verloren haben.

Wir wollen nicht hoffen, dass Online-Pokern demnächst in der bekannten Form nicht mehr angeboten wird.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/7879/

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