Pokern – Ein Spiegelbild der Gesellschaft

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Schon mal Poker gespielt? 😉 Lesen Sie Artikel, wo es genau erlätert wird, wie sich Poker aufs Gesellschaft auswirkt.

Poker

Pokern ist inzwischen schon fast so etwas wie eine neuer, geheimer Nationalsport geworden. Im Fernsehen wechseln sich Profis mit bekannten Amateuren in Form von mehr oder minder Prominenten pockern ab.
Die Chips wandern munter über den grünen Filz, und bestimmen über die Dominanz, und nicht zu selten auch über die Potenz, ihrer alten und neuen Besitzer. Das Glück der vielen Chips ist aber wählerisch und zerbrechlich wie ein pubertierender Schneemann zur Frühjahrszeit.

Schneemänner (engl. snowmen) ist im Übrigen auch der Spitzname einer bestimmten Starthand beim Pokern. Einem Paar Achten. Schaut man sich die Form einer Acht an, ist dies erklärbar.

Was für viele hingegen nicht erklärbar scheint, ist der immense Erfolg des Kartenspieles selbst. Doch bei genauerem Hinsehen, studieren und spielen von Poker wird die faszination immer deutlicher. Es geht hier um Träume, um gewinnen trotzdem man vermeintlich schlechter spielt, oder aber auch einfach nur um das Adrenalin welches bei einem All-in ausgeschüttet wird. Doch in erster Linie geht es um den Traum, den viele auch im normalen Alltagsleben träumen: Gegen andere gewinnen. Besser sein als andere.

Alle von Geburt an gegebenen Privilegien, der soziale Status, Vetternwirtschaft, Macht all diese Faktoren zählen beim Pokern nicht mehr. Alle sind zu Beginn eines neuen Spieles gleich. Jeder bekommt gleich viele Chips, keiner wird von den Dealern bevorzugt. Deswegen ist Poker im Grunde nichts anderes als der ureigene Traum des Landes aus dem es ursprünglich stammt. Freiheit und Chancengleichheit stehen wie keine anderen Merkmale für die USA. Zumindest im Selbstverständnis dieser Nation. Aber gerade dies könnte eben auch ein Ausdruck des „einfachen Volkes“ sein, dass es sich diese Werte im Grunde wünscht, und es diese im Alltagsleben schmerzlich vermisst. Dies gilt in den USA wie auch in Deutschland oder anderen sogenannten freien Industrienationen. Viel zu oft sehen die Leute Vetternwirtschaft, Korruption, verstrickte Beziehungen der Eliten von Wirtschaft und Politik, der Reichen und Schönen. Sie sind dessen überdrüssig, fühlen sich aber gleichermaßen machtlos.

Einigen scheint es als ob gar nicht so viel anders sei, als bei einer Monarchie, andere fühlen sich eher als ob sie in einer subtilen Diktatur der Wirtschaftslobbyisten leben.

All dies kann von diesem Spiel kurzzeitig einfach ausgeblendet werden. „Man hat eine Chance“.

Die Chance, die viele in ihrem Arbeitsleben nicht mehr sehen. Dort sind sie gefangen, einem launischen Boss unterworfen, welcher immer mehr von ihnen fordert ohne dabei aber mehr zu geben. Man will Luft, braucht aber das Geld für die Familie. Hier kommt die Komponente „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ zum Tragen, da einige dieser im Fernsehen kartenspielenden Leuten mit dem Pokern auch etliche Millionen gewinnen oder bereits gewonnen haben.

Im Grunde kann man sagen, dass Pokern ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Zustände ist.

Zumindest dann wenn es zum Pokerboom kommt, so wie es seit einigen Jahren zu beobachten ist.

Autor: http://www.contentworld.com/authors/profile/5218/

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